Tipps, Bewerbungsgespräch

Mutmacher: Fünf Tipps, wie Sie jedes Bewerbungsgespräch meistern – Tipp 1

Geschrieben von Cornelia Bohlen am in Bewerbungen, Blog, Erfolg im Beruf

Fünf Tipps, wie Sie jedes Bewerbungsgespräch meistern

Herzlichen Glückwunsch! Sie haben eine Einladung zu einem Bewerbungsgespräch erhalten.

Mit dieser Serie möchte ich Ihnen vier Wochen lang – Woche für Woche – zur Seite stehen und Ihnen Ideen geben, wie Sie die Herausforderung eines Gesprächs meistern können.

Aus eigener Erfahrung und in vielen Beratungen habe ich erlebt, wie frustrierend Absagen sind. Kratzen Sie doch am Selbstwertgefühl und säen Zweifel. Das muss nicht sein. Oder zumindest nicht für einen langen Zeitraum.

Tony Robbins, amerikanischer Motivationstrainer, bringt es auf den Punkt: “It’s not what we do once in a while that shapes our lives. It’s what we do consistently.” Deshalb: Bleiben Sie dran!

Machen Sie sich zunächst bewusst:

Ein Unternehmen findet Ihr Profil so herausragend, dass sich der Geschäftsführer und/oder Personaler die Zeit nimmt, SIE persönlich kennenzulernen. Genießen Sie dieses Gefühl, diesen Erfolg. Warum? Darum:

Diese Menschen wissen in der Regel nichts über Sie – außer dem, was Sie aus Ihrem Lebenslauf herauslesen. Gerade gestern hatte ich wieder eine Kundin, die nach einem Bewerbungsgespräch eine Absage erhalten hat. Warum wird sie wahrscheinlich nie erfahren, das Einzige was wir wissen ist, was die Statistiker dazu herausgefunden haben.

Studien belegen: 100 Bewerbungen = 1 Einladung! Der Gegenbeweis ist eine Kundin von mir, die in der Medienbranche auf 20 Bewerbungen vier Einladungen bekommen hat. Praktisch ist diese Quote sehr stark abhängig von der Branche und der Position auf die sich bewerben. Auch hier bestimmen Angebot und Nachfrage den Markt. Die Staufenbiel-Studie aus dem Jahr 2015 ergibt, dass branchenübergreifend 11% der Bewerber zum Gespräch eingeladen werden und 21% eine Stelle bekommen.

Doch zurück zum Bewerbungsgespräch: Der Verlauf ist so vorhersehbar, wie meine Wetter App. Diese sagte mir, während ich diesen Beitrag schreibe, es soll Regen geben, aber auch Sonnenschein. Und ich mich nun frage: Gehe ich jetzt joggen oder lieber später. Kalkulierbar, jedoch nicht ohne Restrisiko.

Vieles wirkt auf den Ausgang eines Bewerbungsverfahrens ein. Vieles davon ist von uns nicht beeinflussbar. Auch wenn wir noch so gut vorbereitet sind, alle in der Anzeige aufgeführten Anforderungen erfüllen und sämtliche Tipps dieser Welt beachten. Manchmal klappt es einfach nicht.

Versuchen Sie es doch einmal mit diesen fünf Ideen meiner Blogserie, die bei mir und meinen Kunden in der Praxis oft zum Erfolg geführt haben.

Tipp Nr. 1 Trauen Sie Ihrer Intuition

Der französische Buchautor Antoine de Saint-Exupéry schreibt: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ (aus: Der kleine Prinz)

Was meint er damit? Wissenschaftlicher haben entdeckt, dass unser Herz ein elektromagnetisches Feld besitzt und nicht nur unseren eigenen Körper, sondern auch die Hirnwellen von anderen Menschen beeinflussen kann. Diese „Herz-Energie“ ist spürbar. Evolutionär trägt diese Frequenz zum Überleben von Menschen bei. Lässt das Gespräch Ihr Herz nach anfänglicher Nervosität höher schlagen, spüren Sie Freude oder erleben Sie Angst und haben ein ungutes Gefühl?

Nicht nur das gesprochene Wort sagt etwas über Ihre Gesprächspartner und das Unternehmen aus, sondern auch das, was nicht gesagt wird – das was im Raum zwischen den Zeilen spürbar ist.

Erleben Sie das Gespräch als ein Miteinander in dem Ihnen der Ball zugespielt wird? Herrscht eine freundliche, offene Atmosphäre und Sie werden als Gesprächspartner auf Augenhöhe gesehen? Oder lässt man Sie warten, werden taktische Spielchen gespielt (man unterbricht Sie während des Sprechens)? Viele Menschen, die ich berate, sagen mir nach Ihren Gesprächen, was Sie empfunden haben und oft passt es auch.

Eine Kundin, 52 Jahre, auf der Suche nach einer neuen Position im Bereich Kommunikation, Marketing und PR schildert ihre Erfahrungen in einem Luxus- und Konsumgüterunternehmen wie folgt:

„Das Gespräch begann mit der Personalleiterin und es lief richtig rund. Wir verstanden uns auf Anhieb. Später kam der Leiter Marketing hinzu. Es war sofort ein Wechsel in der Atmosphäre zu spüren und er begann unvermittelt, mir als Fachfrau zu erzählen wie das Geschäft funktioniert. Ich spürte wie sich Widerstände in mir regten. Dann habe ich berichtet, was ich kann, warum ich glaube, dass mein Know-how passt und wie ich die Themen nach vorne bringen kann. Er ist mir belehrend ins Wort gefallen und das Gespräch war nicht auf Augenhöhe. Er hat mir klar signalisiert, er sei der Boss. Nachdem er den Raum wieder verlassen hatte, änderte sich sofort die Atmosphäre und es war spürbar, dass die Chemie zwischen mir und der Personalchefin stimmte. Sie sagte: „Jemand mit Ihrer Erfahrung können wir hier gut gebrauchen.“ Ich habe sofort gemerkt, bei ihm habe ich nicht gepunktet. Es war ein skurriles Gespräch.

Dieselbe Situation erlebte ich ein zweites Mal in gleicher Kombination. Sie Personalleiterin, er Marketingchef mit mehr als 30 Jahren Erfahrung. Er unterbrach mich ständig und erklärte mir, wie man PR macht. Ich bin in den Widerstand gegangen, habe meine andere Sicht der Dinge geschildert und dann auch prompt die Absage bekommen.

In einem anderen Fall bin ich nach Zürich eingeladen worden und man hat sich sehr viel Zeit für mich genommen. Zunächst wurden mir die Ergebnisse des Assessment Center erläutert und danach ging es weiter zu meinem Vorgesetzten, der ein 1,5 Stunden Gespräch mit mir führte. Im Anschluss habe ich spontan den CEO kennengelernt, der wegen mir einen Global Conference Call verschoben hat. Ich ging da raus und wusste, den Job habe ich. Die Chemie hat gestimmt, es war auf Augenhöhe und es herrschte eine sehr offene Atmosphäre zwischen uns.“

Mein Tipp: Fragen Sie sich, bei welchen Bewerbungsgesprächen Ihr Herz höher geschlagen hat und was genau bei Ihnen dieses gute Gefühl ausgelöst hat. Auch wenn Sie den Job nicht bekommen haben, geben Sie nicht auf. Auf jeden Fall wissen Sie jetzt, welchen Herzschlag es braucht, damit Sie den „richtigen“ Arbeitgeber finden.

P.S. Vielleicht haben Sie auch mal ein schlechtes Gefühl und trotzdem werden Sie eingestellt. Alles schon erlebt!

P.P.S. Während des Bewerbungsprozesses empfehle ich Ihnen die Motivation für jeden Tag Lassen Sie sich doch mal online über einen längeren Zeitraum motivieren.

Übrigens: Ich bin dann trotz Regenvorhersage meiner Wetter App joggen gegangen und es regnete nicht.

Bleiben Sie am Ball.

Hier geht’s zu

Tipp 2 Seien Sie Sie selbst

Tipp 3 Vorbereitung

Tipp 4 Wie Sie sich motivieren

Gute Ergänzungen zum Thema:

Warum ein Bewerbungsgespräch kein Kräfte messen ist.

 Lassen Sie sich von Absagen nicht entmutigen

Warum Einladungen zum Bewerbungsgespräch mehr mit Glück zu tun haben, als wir glauben.

Das A und O – Die Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch. Mit Checkliste.

Canva – Ein Tool zum Erstellen von Lebensläufen

Was Dein Herz Dir sagen will. Schöne Zusammenfassung, warum wir auf unser Herz hören sollten.

Eine Auswahl an Büchern/CD’s zum Thema

Der Klassiker rund um das Thema „Bewerbung“, Hesse/Schrader

 

 

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Kommentare (2)

  • Alfons

    |

    Ja man sollte sich mehr auf das bauchgefühl verlassen.

    Antworten

    • Cornelia Bohlen

      Cornelia Bohlen

      |

      Vielen Dank für Ihre Anmerkung. Einen schönen Tag für Sie.

      Antworten

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Cornelia Bohlen

cornelia_bohlenMit Berufs Leben hat Cornelia Bohlen einen neuen Coachingansatz geschaffen, mit dem jeder mehr Erfolg und Zufriedenheit im Leben erreichen kann.

Durch ihre jahrelange Erfahrung im Beruf wie als Coach und Trainer hat sie Ihr breites Wissen jetzt in drei Paketen gebündelt: entdecken. entwickeln. erleben.

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