Glück

Wie Sie mehr Glück in Ihr Leben holen!

Geschrieben von Cornelia Bohlen am in Allgemein, Blog, Erfolg im Beruf, Neuester Artikel

Das Glück liegt auf Ihrem Weg! Holen Sie es sich!

Geben Sie in eine Suchmaschine doch einmal die Wörter „Buch“ und „Glück“ ein. Rund 6700 Empfehlungen sind die Folge. Die Frage, nach dem „Glück“ scheint heute wichtiger denn je. Gehörten Bücher zum Thema „Glück“ früher in die Esoterikecke einer Buchhandlung und wurden von Menschen gelesen, die jenseits des Alltäglichen ein „besseres, glücklicheres Leben“ zu führten suchten, ist das Thema „Glück“ heute in den Mittelpunkt der Wahrnehmung vieler Menschen – und auch der wissenschaftlichen Forschung gerückt.

Wie aber finden wir dieses so vergängliche und schwer zu fassende Glücksgefühl? Und wie wird es überhaupt definiert?

Dr. Emma Seppälä, Leiterin des Zentrums für Mitgefühl und Altruismusforschung an der Stanford University, hat sich mit dem Thema befasst. Ihr Buch mit dem Titel: „Der Trick mit dem Glück“ wurde im Oktober 2016 veröffentlicht, basierend auf den neuesten Erkenntnissen der positiven Psychologie, der Neurowissenschaften, Resilienz- und Achtsamkeitsforschung sowie ihrer eigenen Untersuchungen.

Die Glücksformel

Sie definiert „Glück – als Zustand verstärkter Emotionen, die einen grundlegend positiven Einfluss auf unser Arbeits- und Privatleben haben“. Mit dieser These verweist sie auf die Forschungen der amerikanischen Wissenschaftlerin Barbara Frederickson von der University of North Carolina. Diese hat herausgefunden, dass Glück auf vier nachweisbare Arten die besten Seiten in uns hervorbringt und damit die Frage nach dem „Was bringt uns das glücklich sein?“ beantwortet:

  1. Intellektuell: Studien belegen, dass Glücksgefühle die Produktivität um zwölf Prozent erhöhen! (Also auch für euch, liebe Unternehmer, ein Thema, mit dem ihr euch befassen solltet.) Demnach fördert Spaß die neuronale Verknüpfung von Zentren im Gehirn, die für größere Flexibilität und Kreativität verantwortlich sind und Anspannungen abbauen. Kein Wunder also, dass wir nach gut gelaunten Wochenenden produktiver und energiegeladener in die Woche gehen.
  2. Psychologisch: Menschen, die unabhängig von äußeren Umständen häufig gute Gefühle haben, erholen sich schneller von Stress. Ihre optimistische Grundhaltung verkürzt den Zeitraum des Stressempfindens. Vielleicht kennen auch Sie Menschen, die sehr schnell über ein negatives Gespräch mit Vorgesetzten hinwegkommen. Sprechen doch andere, wieder und wieder noch Tage später über dieses Erlebnis. Psychologisch gesehen verstärken Gespräch über negative Erlebnisse schlechte Gefühle und erschweren das Loslassen. (Was nicht heißen soll, dass Sie sich nicht einmal richtig über Kollegen oder Vorgesetzte im privaten Bereich auslassen können – die Frage ist nur, wie oft wollen Sie das tun. Reicht es nicht auch, es einmal zu erzählen oder niederzuschreiben.)
  3. Sozial: Studien belegen, dass glückliche Menschen hochwertigere Beziehungen zu ihren Kollegen aufbauen, die Produktivität aller optimieren und das Engagement für die Arbeit steigern. Unser persönliches Glück hat somit Auswirkungen auf unser Umfeld. Umgekehrt belasten Menschen, die viele Probleme haben, unser Umfeld. So erzählte mir neulich eine Unternehmerin, dass sie eine Mitarbeiterin haben entlassen müssen, weil sie aufgrund ihrer privaten Probleme die Stimmung aller anderen so belastet habe, dass ihr keine andere Wahl geblieben sei.
  4. Körperlich: Gute Gefühle stärken das Herz-Kreislauf-System und unterstützen das Immunsystem und den Schlaf positiv. Hormonell normalisiert Lachen das Stresshormon Cortisol und stärkt das Immunsystem. Damit das Lachen seine volle körperliche Wirkung entfalten kann, sollte es sich allerdings um ein „echtes“ Lachen handeln. Künstlich erzeugtes Lächeln, wie es zum Beispiel häufig bei Stewardessen der Fall ist, führt auf Dauer zu negativen Gefühlen. Besuchen Sie doch einmal ein Lach-Yoga Seminar und probieren aus, ob Sie ein künstliches Lachen in ein „echtes“ Lachen verwandeln können. Bei mir hat es nicht funktioniert.

Wie aber kann mehr Glück in Ihr Leben kommen? Wie diese wissenschaftlichen Studien für sich selbst einsetzen? Emma Seppälä beschreibt in ihrem Buch sechs Wege, die zu mehr Glück und Wohlbefinden führen. Diese können Sie gern in dem Buch nachlesen (ich will ja nicht zu viel verraten…) Hier soll es vielmehr darum gehen, Ihnen dazu Übungen an die Hand geben, die meinen Klienten geholfen haben, im Alltag mehr Glück zu erfahren. Viele der Tipps stammen aus meiner eigenen Erfahrung und auch aus verschiedenen Büchern, die ich dann jeweils benenne.

Weg 1: Leben und Arbeiten im Jetzt und Hier

Unser Arbeitsleben ist geprägt von Zielen und immer neuen Plänen. Höchstleistungen sind an der Tagesordnung, selbst im Kindergarten müssen Kinder schon Chinesisch lernen.

Neurologisch wird das mit dem jahrtausendealten Jagdtrieb erklärt, der in uns steckt. Sie merken ihn immer dann ganz deutlich, wenn Ihr Lieblings-Shop eine Rabattaktion macht. Das an sich ist nicht tragisch – wenn wir gleichzeitig beachten, nicht ständig diesem Leistungsprinzip zu folgen und darüber den Moment verlieren. Der Jagdtrieb vermittelt uns ein Glücksgefühl (ein Schnäppchen gemacht bei einem Paar Schuhe oder einem neuen Handy). Diese Art des Glücks ist jedoch in der Regel nur von kurzer Dauer. Erinnern Sie sich an ihre selbst gemietete Wohnung oder das erste selbst gekaufte Auto? Jahrelang haben Sie vielleicht darauf hingearbeitet und innerhalb weniger Wochen ist das Erreichte normal geworden. Diese Art des Glücks ist als von kurzer Dauer. Welche Art des Glücks jedoch hält länger an? Forschungen belegen, dass wir glücklich und produktiv sind, wenn wir in einer Aufgabe aufgehen (Studie von Matthew Killingsworth und Daniel Gilbert). Alle internationalen Studien belegen, dass Glücksgefühle eng mit interessanten Aktivitäten verbunden sind. Widmen wir uns also einer ganz bestimmten Tätigkeit wie zum Beispiel Malen, Klettern oder auch kreative Lösungen austüfteln – gerät das menschliche Gehirn in einen Zustand, den der amerikanische Glücksforschungspionier Mihaly Csikszentmihalyi als „Flow“ (Fließen) bezeichnet hat.  Wir werden langsamer und verbringen bewusst Zeit mit uns oder mit den Menschen, in deren Gegenwart wir gerade sind. Darum: Planen Sie Zeiten ein, in denen Sie ganz auf eine Aufgabe, die Ihnen Spaß macht, fokussiert sind. Am besten nach der Pomodoro Technik, einer Zeitmanagement-Methode die von dem Italiener Francesco Cirillo in den 1980er Jahren entwickelt wurde. Nicht Multitasking ist gefragt, sondern Konzentration auf eine Tätigkeit. Ein Beispiel? Bitte: Laut einer Studie verringert sich die Hirnaktivität, die sich auf das Autofahren fokussiert um 37%, wenn man sich während des Autofahrens mit jemand unterhält.

Ein anderes Phänomen ist die Fokussierung im zwischenmenschlichen Bereich. Hören Sie Ihren Kindern oder Ihrem Partner zu oder sind Sie mit Ihren Gedanken ständig woanders?

Übung: Beginnen Sie Ihren Tag zunächst mit einer Übung zur Achtsamkeit. Lenken Sie Ihre Gedanken und Gefühle auf die Fragen: „Was spüre, denke und fühle ich gerade?“ Bleiben Sie für einen Moment ganz bei sich. Weiten Sie diese Übung nach und nach auf verschiedene Tätigkeiten des Tages aus, beispielsweise duschen, Tee kochen oder Treppen steigen. (aus dem Buch „Shaolin“ von Dr. Thomas Späth, Shi Yan Bo)

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Zur Person: Cornelia Bohlen ist Karrierecoach und Teamtrainerin. Sie berät Menschen, die sich beruflich weiterentwickeln möchten und bloggt regelmäßig zu Themen der Arbeitswelt und Persönlichkeitsentwicklung. Unternehmen berät sie zu allen Themen der Personalentwicklung, macht Teamentwicklung sowie Supervision und begleitet Menschen auf ihrem Weg der beruflichen Weiterentwicklung. Dabei blickt sie auf mehr als 20 Jahre Berufserfahrung als Führungskraft und Personalerin zurück. 2012 gründete sie BerufsLeben. Sie lebt mit ihrer Familie in Rheda-Wiedenbrück.

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Cornelia Bohlen

cornelia_bohlenMit Berufs Leben hat Cornelia Bohlen einen neuen Coachingansatz geschaffen, mit dem jeder mehr Erfolg und Zufriedenheit im Leben erreichen kann.

Durch ihre jahrelange Erfahrung im Beruf wie als Coach und Trainer hat sie Ihr breites Wissen jetzt in drei Paketen gebündelt: entdecken. entwickeln. erleben.

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Vor allem, wie sich schon im ersten Gespräch ein Perspektivenwechsel ergab und sich in Anlehnung dessen neue Sichtweisen erschlossen haben - die vieles leichter machen.
Ruth | Tagungsmanagerin/Tanzpädagogin
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