Authentizität

Ohne Authentizität geht nichts!

Geschrieben von Cornelia Bohlen am in Blog, Interview, Neuester Artikel

Erfahren Sie, wie Sie authentisch wirken und welcher Coach der Richtige zu diesem Thema ist! Eigen-PR (Teil 2)

Im ersten Teil des Interviews mit PR- und Marketingprofi Marion Schuhmacher ging es um die Bedeutung der Eigen-PR. Im zweiten Teil bekommen Sie Tipps zu den Fragen „Wie wird man zur eigenen Marke? „Wer kann einem dabei helfen?“ und „Welche Rolle spielen die neuen Medien?“

Kann ich durch gute Eigen-PR zur Marke werden?

Marion Schumacher: Selbstverständlich ist das möglich! Beispielsweise hat eine Verona Feldbusch sich zur Marke stilisiert. Nur wofür steht diese? Das Bild ist diffus. Und das ist gefährlich, denn der Markenwert ist extrem abhängig vom Bild, das bei den Empfängern ankommen soll. Wenn das nicht klar ist, dann fällt der Wert ganz schnell. Ebenso wichtig ist die Übereinstimmung von Anspruch und Realität.

Man kann viele Trainings und Coachings machen, aber sie müssen zu mir als Person passen. Andere, vor allem geschulte Personaler, merken sofort, wenn man eine Rolle spielt. Nochmal ein Begriff aus dem Marketing: Jeder Mensch hat einen USP, eine Unique Selling Proposition, auf gut Deutsch ein Alleinstellungsmerkmal. Dieses gilt es herauszuarbeiten und auf meine Wunschposition bzw. auf die jeweilige Bewerbung abzustimmen. Dann stimmt mein inneres und äußeres Bild, ich wirke authentisch und sicher.

Auf was sollte ich achten, wenn ich ein Coaching zur personenbezogenen PR machen möchte?

Marion Schumacher: Ein Coach sollte mir helfen zu erkennen, wo meine Stärken liegen und wie ich diese am besten im Berufsleben einbringen kann. Das reicht allerdings noch nicht, denn ebenso wichtig ist es, am eigenen Auftritt zu arbeiten: Wie komme ich rüber? Habe ich meine Stimmlage und Gestik unter Kontrolle? Oder wirke ich unsicher? Wo habe ich brilliert und warum?

Noch wichtiger ist es zu hinterfragen, warum manche Dinge nicht gut liefen. Ein Coach kann helfen, die Gründe zu erarbeiten. Wer ein Coaching zur personenbezogenen PR aufgrund einer Jobsuche machen möchte, der ist meines Erachtens am besten bei einem Karrierecoach aufgehoben. Coaches mit Erfahrung aus der Unternehmenswelt verfügen über wichtiges Wissen, welches mir als Jobsuchender zugute kommt. Mit dem Coach sollte eine Positionierung (Achtung: Marketing!) erarbeitet werden.

Authentisch sein und trotzdem personenbezogene PR machen, geht das? Und wenn ja, wie?

Marion Schumacher: (lacht) Ohne Authentizität geht gar nichts. Alles andere wird schnell entlarvt. Die vielen Reality-TV-Shows geben uns ja unzählige Beispiele von Charakteren, die Eintagsfliegen sind. Nachhaltigkeit sind ihre Sache nicht. Denn niemand weiß wirklich, für was sie stehen, was sie wirklich gut können. Die Positionierung ist nicht klar und damit austauschbar und beliebig.

Welche Rolle spielen die neuen Medien bei der Eigen PR? Auf was gilt es bei der Eigen-PR beim Bewerbungsfoto, Video zu achten und auf was beim Xing/ Linkdin/ Facebook Auftritt?

Marion Schumacher: Die neuen Medien sind ideale Kanäle, um aus dem Nebelmeer der Bewerber herauszustechen. Es ist ein absolutes „must have“, dass Bewerber ihre Profile in den professionellen Networks Linkedin und XING gut aufgesetzt haben und kontinuierlich pflegen.

Ich empfehle beide Profile, wobei XING auf den deutschprachigen Raum konzentriert ist, Linkedin ist international. Auch wer sich nur innerhalb seiner Stadt verändern möchte, sollte trotzdem auf Linkedin vertreten sein. Ich selbst bin bereits mehrfach von Unternehmen und Headhuntern via Linkedin kontaktiert worden für teilweise sehr spannende Jobs in der Nähe, aber auch international.

Linkedin bietet beispielsweise die Möglichkeit, dass man einen allgemeinen Text über sich ins Profil stellt und man den Verantwortungsbereich der einzelnen Positionen beschreibt.  Jeder Bewerber sollte Stichworte zu seinen Fähigkeiten einstellen (Such-Algorithmus!), bei XING „Top Fähigkeiten“ genannt, im Profil signalisieren, dass man offen für neue Herausforderungen ist.

Weiterhin gehört natürlich ein professionelles Profilfoto dazu, Angabe zu Sprachen und anderen Fähigkeiten, Links zu weiteren Networks wie Twitter etc..

Perfekt wird es, wenn man themenverwandten Gruppen beitritt und sich dort aktiv mit Kommentaren und Posts beteiligt. Dazu zählen auch Posts an seine Community. Über allem steht klar die Frage: Wofür will ich stehen, was macht mich aus, wo kann ich aktiv etwas beitragen?

Was ist mit Facbook? Den Account besser löschen?

Marion Schumacher: Wer in den Bewerbungsprozess geht, sollte unbedingt klar Schiff machen und seine Profile checken: Habe ich immer nur lustige Fotos auf Facebook gepostet? Viele Ratgeber empfehlen ja, dass man das keinesfalls machen sollte. Ich würde nicht soweit gehen, denn noch viel wichtiger ist, dass man seine Sicherheitseinstellungen im Griff hat. Wer hat Zugriff auf das Facebook-Profil? Die ganze Welt? Oder nur Freunde? Wer ein offenes Profil hat, muss in jedem Fall aufräumen.

Und Bewerbungsvideos?

Marion Schumacher: Aktuell wird viel über Bewerbungsvideos gesprochen. Sollte man das planen, dann muss man sich bewusst darüber sein, das kann ein kostspieliger Spaß sein. Entweder das Video ist professionell gemacht, oder man lässt besser die Finger davon.

Ich kann noch nicht erkennen, dass ein Video einem Bewerber Vorteile bringt, außer, man bewirbt sich bei einer Kreativagentur oder einem hippen Startup. Das mag sich jedoch ändern, denn schon jetzt ist Bewegtbild das Medium, dass Text abhängt.

Vielen Dank für das Interview. Und hier geht’s zu Teil 1 des Interviews.

 

Zur Person: Marion Schumacher ist eine international erfahrene Kommunikationsfachfrau mit einem Executive Master of Science in Communication Management der Universität Lugano. Nach PR-Führungspositionen in der Hotellerie war sie als Leiterin Marketingkommunikation eines großen Schweizer FinTech Dienstleisters sowie als Leiterin Unternehmenskommunikation in einem Industrieunternehmen in Hannover tätig. Vor wenigen Monaten ist sie wieder in ihre Heimatstadt Berlin zurückgekehrt und verantwortet bei einen Immobilienentwickler die PR und Kommunikation.Ihr Kommunikationsschwerpunkt liegt im Bereich Dienstleistung.

Zur Person: Cornelia Bohlen ist Karrierecoach und Stärkentrainerin. Sie berät Menschen, die sich beruflich weiterentwickeln möchten und bloggt regelmäßig zu Themen der Arbeitswelt. Unternehmen berät sie zu allen Themen der Personalentwicklung und begleitet Fach- und Führungskräfte auf ihrem Weg der beruflichen Weiterentwicklung. Dabei blickt sie auf mehr als 20 Jahre Berufserfahrung als Führungskraft und Personalerin zurück. 2012 gründete sie BerufsLeben. Sie lebt mit ihrer Familie in Rheda-Wiedenbrück.

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Cornelia Bohlen

cornelia_bohlenMit Berufs Leben hat Cornelia Bohlen einen neuen Coachingansatz geschaffen, mit dem jeder mehr Erfolg und Zufriedenheit im Leben erreichen kann.

Durch ihre jahrelange Erfahrung im Beruf wie als Coach und Trainer hat sie Ihr breites Wissen jetzt in drei Paketen gebündelt: entdecken. entwickeln. erleben.

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Vor allem, wie sich schon im ersten Gespräch ein Perspektivenwechsel ergab und sich in Anlehnung dessen neue Sichtweisen erschlossen haben - die vieles leichter machen.
Ruth | Tagungsmanagerin/Tanzpädagogin
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